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Lop Nor Wildkamel-Nationalpark – China

Nach der Durchführung von sieben bahnbrechenden WCPF/chinesischen Gemeinschaftsexpeditio­nen in Chinas vormaliges Atomtestgelände Lop Nor mit Professor Yuan Guoying, einem chinesischen Zoologen und Wildkamelexperten, wurde 2001 ein 155.000 Quadratkilometer großes Nationales Naturschutzgebiet für Wildkamele Lop Nor (Lop Nur Wild Camel National Nature Reserve) eingerichtet, gefördert von Spendenmitteln der Stiftung, dem 2003 der Status als Nationales Schutzgebiet verliehen wurde. Die Stiftung fungiert als internationaler Berater für das Nationale Naturschutzgebiet.

Wildkamels - China

Wildkamels – China – Foto © John Hare

Das Naturreservat liegt im Südwesten der Provinz Xinjiang, östlich des Tarimbeckens. Das ausgetrocknete Seebett des Lop Nor ist das Zentrum der Region und wird umgeben von der Wüste Gashun Gobi im Norden, Osten und Westen sowie vom Aqike-Tal und den Sanddünen des Kum Tagh im Süden. Die Kuruk-Tagh-Berge, Ausläufer des Tien-Shan-Gebirges, durchschneiden das Gebiet nördlich von Lop Nor.

Die Täler dieser Berge gewähren dem Wildkamel Schutz. Im Osten verläuft ein Korridor aus Sanddünen, der sich über 80 km in Nord-Süd-Richtung erstreckt. Er stellt eine natürliche Barriere gen Osten für die Wildkamele dar. Dieses ungastliche wasserlose Habitat war Chinas ehemaliges Nuklearwaffen-Testgelände. Das Naturschutzgebiet wurde speziell zum Schutz des Wildkamels und seines empfindlichen Lebensraums geschaffen. Das Wildkamel wird als Schirmspezies“ bezeichnet, durch dessen Schutz viele andere bedrohte Tier- und Pflanzenarten, die man in den nördlichen und südlichen Randgebieten des Naturschutzgebietes findet, ebenfalls geschützt werden. Weitere Ziele sind:

  1. Einzigartige Wüsten-Ökosysteme und Landschaftsformen im Lop-Nor-Gebiet zu schützen.
  2. Personal im wüstenspezifischen Biodiversitäts- und Artenschutz-Management auszubilden.
  3. Ortsansässige Gemeinschaften in Umweltschutzmaßnahmen innerhalb des vorgeschlagenen Naturschutzgebietes durch das Mittel eines umfassenden Bildungsprogramms voll und ganz einzubeziehen.
  4. Wasserstellen für bedrohte Arten einzurichten.
  5. Einzigartige Winderosions-Landschaftsformen zu erhalten.

Beschreibung des Lop Nor Wildkamel-Nationalparks

Das Gebiet liegt tief im Inneren des asiatischen Kontinents und weit entfernt von regengesättigten Winden. Niederschläge treten oft nur alle zwei oder drei Jahre auf mit durchschnittlich weniger als 100 mm pro Jahr. Die Winter sind sehr kalt und die Sommer kurz und heiß. Das Klima ist extrem, die Temperaturen steigen auf 55 Grad Celsius im Sommer und fallen auf minus 40 Grad Celsius im Winter.

Zusätzlich zum Lop Nor Wildkamel-Nationalpark gibt es weitere Schutzgebiete, die direkt an den Nationalpark angrenzen. Es sind dies das Arjin-Shan-Reservat mit 15.000 Quadratkilometern, das Annanba-Schutzgebiet (3.960 Quadratkilometer) und der Wanyaodong (333 Quadratkilometer).

Es gibt legale regierungseigene Bergbaubetriebe am nördlichen Rand des Lop Nor Wildkamel-Nationalparks und über Zufahrtsstraßen ist es für Geländefahrzeuge leicht, diese vormals entlegenen Wüstenregionen zu erreichen. Man weiß, dass in der Wüste Gashun Gobi illegal operierende Minenarbeiter Minen an Wasserstellen gelegt haben um zum Nahrungserwerb Wildkamele in die Luft zu jagen.

Trinkwasser ist verfügbar am äußersten südlichen Rand der Gashun-Gobi-Wüste, wo sie südlich der Sandberge des Kum Tagh auf die Arjin-Berge trifft. Hier liefert zu bestimmten Jahreszeiten die Schneeschmelze Trinkwasser für die Tierwelt. Skelette, die kürzlich bei wissenschaftlichen Expeditionen in der Wüste Gashun Gobi gefunden wurden lassen vermuten, dass viele dieser Kamelfohlen im Alter von unter zwei Jahren nicht in der Lage sind, sich an das Trinken des Wüsten-Salzwassers anzupassen, das einen höheren Salzgehalt als Meerwasser hat und Grundvoraussetzung ist zum Überleben im harschen Ökosystem der Gashun-Gobi-Wüste.

Fossilienfunde belegen, dass die Große Gobi-Wüste einst Teil eines riesigen Binnenseebeckens war. Die Wüste Gobi ist, sowohl in China als auch in der Mongolei, ein verletzliches und höchst empfindliches Ökosystem. Die Vegetation ist spärlich und die meisten Arten, die in diesem Ökosystem leben, befinden sich bereits am äußersten Rand ihres Verbreitungsgebietes und sind oft selbst bedroht. Menschlicher Druck auf ein fein abgestimmtes Ökosystem muss nicht ausgeprägt sein, um katastrophale Auswirkungen auf die gesamte Biodiversität zu haben.

Verwaltung

Das Reservat wird vom Wild Camel Reserve Office des Xinjiang-Umweltschutzbüros in Urumqi verwaltet. Die Stiftung WCPF ist der alleinige internationale Gutachter und Berater des Nationalparks.

Spenden

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